Standpunkt
Elfmeter ohne Torwart: Warum die meisten Deutschen bei Versicherungen zu viel zahlen
Warum überteuerte Policen die Regel sind – und wie Sie sie erkennen.
Es gibt einen Satz, den Hans Sievers seit über vier Jahrzehnten immer wieder sagt, wenn ein neuer Kunde seine Unterlagen auf den Tisch legt: „Das ist ein Elfmeter ohne Torwart." Gemeint ist eine Versicherung, die viel zu teuer ist – ein Beitrag, den man mit einem einzigen ruhigen Schuss deutlich senken könnte.
Das klassische Beispiel ist die private Haftpflichtversicherung. Es kommt regelmäßig vor, dass ein älteres Ehepaar 150 Euro im Jahr dafür zahlt – für eine Leistung, die am Markt für 40 bis 75 Euro zu haben ist. Bei identischem Schutz. Das ist kein Einzelfall, das ist die Regel.
Warum zahlen so viele zu viel?
Der Grund liegt selten beim Kunden. Er liegt im System. Ein klassischer Versicherungsvertreter ist an seine Gesellschaft gebunden. Er verkauft, was er verkaufen muss – „diesen Monat Unfallversicherung", unabhängig davon, ob der Kunde sie braucht. Vergleichen gehört nicht zu seinem Job.
Ein echter, unabhängiger Makler dreht das um: Er ist ausschließlich den Interessen des Kunden verpflichtet. Seine Aufgabe ist es, mit dem Budget, das jemand zur Verfügung hat, den bestmöglichen Schutz zu organisieren – und nicht, eine bestimmte Police loszuwerden.
Woran Sie einen überteuerten Vertrag erkennen
Ein guter erster Test: Wann haben Sie Ihre Verträge zuletzt vergleichen lassen? Wer seit Jahren denselben Tarif zahlt, zahlt fast immer zu viel, weil der Markt sich weiterbewegt hat. Und je kleiner das Budget, desto wichtiger ist es, dass jeder Euro sinnvoll investiert ist.
Der Elfmeter steht also bereit. Es braucht nur jemanden, der ihn für Sie verwandelt – ruhig, ehrlich und ohne dass Sie dafür mehr bezahlen.