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Vorsorge

Todesfall: Warum 100.000 Euro auf dem Konto der Familie nicht helfen

Warum Vermögen im Todesfall nicht sofort hilft – und was in 48 Stunden zahlt.

Es ist eine der bittersten Situationen, die eine Familie erleben kann: Ein Angehöriger stirbt – und plötzlich kommt niemand an das Geld, das eigentlich da ist.

Warum Vermögen im Todesfall nicht sofort hilft

Mit dem Tod werden die Konten des Verstorbenen gesperrt. Ob dort 5.000 oder 100.000 Euro liegen, spielt keine Rolle: Die Familie kommt erst dann an das Guthaben, wenn der Erbschein vorliegt. Und das kann Wochen bis Monate dauern.

Die Bestattung aber muss sofort bezahlt werden. Genau in dieser Lücke geraten Angehörige unter Druck – emotional wie finanziell.

Was eine Sterbegeldversicherung leistet

Eine Sterbegeldversicherung funktioniert anders als eine klassische Lebensversicherung. Verstirbt die versicherte Person, ist das Geld – bis zu einer Grenze von rund 20.000 Euro – binnen 48 Stunden da. Allein gegen Vorlage der Sterbeurkunde, ohne Erbschein, ohne Wartezeit.

Ein Detail, das kaum jemand kennt: Diese Vorsorge ist in bestimmtem Umfang sogar pfändungssicher. Der Gesetzgeber hat das Problem erkannt und erlaubt, Geld gezielt für die eigene Bestattung zurückzulegen – geschützt vor dem Zugriff Dritter.

Der häufige Fehler

Immer wieder tauchen Verträge auf, in die jahrelang eingezahlt wurde – und in denen am Ende fast nichts steckt, weil die Kosten der Gesellschaft alles aufgefressen haben. Oder Verträge, die von bestellten Verwaltern vorschnell gekündigt werden. Wer hier vorsorgt, sollte deshalb nicht „irgendeine" Police abschließen, sondern eine, die im entscheidenden Moment wirklich zahlt.

Gut vorgesorgt zu haben bedeutet nicht, viel Geld zu besitzen. Es bedeutet, dass im schlimmsten Moment schnell verfügbar ist, was gebraucht wird.